Vorfreude auf die Literaturtage 2026 in Marsberg
Die VS NRW Literaturtage stehen vor der Tür. Das ist für mich seit einigen Jahren eine noch aufregendere Zeit als üblich. Als Vorsitzende des VS NRW (Landesverband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller in NRW – VS in ver.di) bin ich seit Monaten intensiv in die Vorbereitungen eingebunden. Je näher der Start rückt, desto deutlicher macht sich eine Mischung aus Aufregung, Dankbarkeit und kreativer Energie in mir bemerkbar.
11. – 14. Juni 2026
Auch in diesem Jahr erwartet uns ein vielfältiges Programm, das weit über klassische Lesungen hinausgeht. Zahlreiche Veranstaltungen in Schulen und Kitas, eine inspirierende Schreibwerkstatt unter fachlicher Anleitung sowie viele unterschiedliche literarische Formate vor Ort machen die Literaturtage zu einem lebendigen Fest der Sprache und des Miteinanders. Jede Stadt, die wir besuchen, bringt ihre eigene Atmosphäre, ihre Menschen, ihre Geschichten mit und genau daraus entsteht diese einzigartige Eigendynamik, die ich so liebe. Marsberg bildet da keine Ausnahme.
Ein persönlicher Meilenstein
Für mich haben die diesjährigen Literaturtage außerdem eine zusätzliche Bedeutung. Es werden die letzten sein, die ich als Vorsitzende federführend organisiere. Vor fast vier Jahren wurde ich in Bochum in den Vorstand gewählt. Das ist ein Moment, der mir bis heute lebhaft in Erinnerung geblieben ist. Seitdem durfte ich unzählige Begegnungen erleben, Projekte begleiten und gemeinsam mit vielen engagierten Menschen Literatur in NRW sichtbar machen.
Dass sich meine Amtszeit nun dem Ende zuneigt, erfüllt mich mit einem Hauch Wehmut, aber vor allem mit großer Dankbarkeit. Die Literaturtage 2026 sind für mich ein würdiger Abschluss dieser intensiven und bereichernden Jahre.
Ein Jubiläum, das gefeiert werden will
Es geht aber noch weiter. In diesem Jahr blicken wir auch auf ein beeindruckendes Jubiläum zurück. Vor 80 Jahren, im Juni 1946, wurde der Vorläufer des heutigen VS gegründet. Damals als unpolitische, freiwillige berufsständische Organisation, die eine neue Plattform für geistige Arbeit in Deutschland schaffen sollte. Zu den frühen Mitgliedern gehörten bedeutende Autorinnen und Autoren wie Hans-Günther Konsalik, Herbert Eulenberg oder Curt Corrinth. Später stießen Persönlichkeiten wie Heinrich Böll und Max von der Grün hinzu. In meiner Eröffnungsrede in der Marsberger Bibliothek werde ich selbstverständlich auf dieses historische Fundament eingehen, denn ohne diese Wurzeln gäbe es unsere heutige Arbeit nicht.
Das Programm steht – und es wird großartig
Ein bisschen Arbeit liegt noch vor uns, aber das Programm für Marsberg steht, und ich könnte nicht glücklicher darüber sein, wie vielfältig, mutig und lokal verankert es geworden ist. Wer neugierig ist, findet hier alle Details: Programmplanung Marsberg 2026
Ich freue mich auf unvergessliche Tage in Marsberg, auf Begegnungen, Gespräche, neue Impulse und natürlich auf alle, die mit uns gemeinsam die Literatur feiern. Kommt vorbei! Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.



